Chronik

 

Gegründet wurde das Weseler Rechenzentrum schon 1958 durch H. B. Rehnke. Firmensitz wurde und ist bis heute die Kreisstadt Wesel am Niederrhein. Der Gedanke der "Allfinanzdienstleistung" war die Triebfeder der Gründung. Er wird vom Firmengründer und seinem Nachfolger Michael Rehnke bis heute als Firmenaufgabe am Leben erhalten.

Gerechnet wurde damals noch per Rechenschieber bzw. mit mechanischen Rechenmaschinen wie der berühmten Curta (s. Abbildung: Curta von 1962 - konstruiert von dem Österreicher Curt Herzstark), die äußerlich einer Drehmühle glich. Im Laufe der nächsten 10 Jahre entwickelten sich aus dem Grundgedanken sehr moderne Finanzprodukte, beispielsweise eine Finanzierungskombination aus Bausparen und Bankdarlehen mit ausgeklügelter mathematischer Logik.


1967 erblickte der bundesweit erfolgreiche Revolving-Kredit (s. Abbildung) das Licht der Welt. Diese Kombination aus flexiblem Kreditrahmen mit Absicherung war eine richtungsweisende Finanzinnovation.

Der Erfolg derartiger Produkte mündete 1968 im Finanzverbund der Rheinischen Sparkassen mit der Bausparkasse der Rheinprovinz sowie der Provinzial Feuerversicherung unter dem Motto "aller guten Dinge sind Drei". In den folgenden Jahren explodierte die Zahl der schriftlich oder telefonisch angeforderten Berechnungswünsche an das Weseler Rechenzentrum, das seinen heutigen Namen erst zu diesem Zeitpunkt offiziell zu tragen begann.


Die seit 1962 verwendeten Tischrechner der Firma Singer/Friden (s. Abbildung: Calculator Typ 1160, Wert damals ca. 5.000,-- DM / Stück) konnten den Rechenaufwand Ende der sechziger Jahre nicht mehr bewältigen.

Nach der Hannover-Messe, auf der Herr Nixdorf noch selber per Steckverkabelung programmierte, wurde im August 1968 der erste "Hochleistungsrechner" im WRZ angestellt, das Modell 5610 (s. Abbildung unten: Flexowriter 5610 von Singer/Friden) Dabei wurde WRZ mit Lochstreifen gearbeitet bei einem Schwingspeichervolumen für ganze 1100 Befehle. Sein Preis: 100.000,-- DM. Sein WRZ-Name: "Otto der Erste".

Alle nachfolgenden Zentralsysteme wurden fortlaufend nummeriert. Schon drei Jahre später wurde "Otto der Erste" von der berühmten System 10 von Singer/Friden abgelöst, die fast 10 Jahre ihren Dienst tat! Das letzte Zentralsystem des Weseler Rechenzentrums stammte von der Fa. ICL und war als System 25 Nachfolger der alten System 10er. Sein Name: "Otto der Fünfte"!

Die heutige "Telefonseelsorge" ergab sich 1974 fast zwangsläufig, nachdem die schriftlichen Anforderungen von Berechnungen zugunsten von telefonischen ausgestorben waren.