Chronik

Die Ablösung der Zentralrechner im WRZ begann 1983 mit dem Eintritt von Michael Rehnke in die Firma seines Vaters. Der erste Microcomputer mit dem Namen DRS20 (s. Abbildung: ERNIE I - Die DRS20 des britischen Herstellers ICL) hielt 1984 im WRZ Einzug, 1988 gefolgt von der DRS300. Diese - "ERNIE" genannten - Systeme konnten von den Sparkassen erstmalig vor Ort eingesetzt werden. Preis: ab 27.500,-- DM. Für einige Jahre war das WRZ auf diese Art und Weise auch im Hardwarevertrieb für seine Sparkassen tätig.

Die hervorragenden Netzwerk- und Kommunikationseigenschaften dieser Maschinen machten damals schon Software-Fernpflegen und sogar eine Fernsteuerung vom WRZ aus möglich. Weit mehr als 100 dieser Spezialmaschinen haben in den Sparkassen zur vollsten Zufriedenheit gearbeitet. Das WRZ nutzte diese Microcomputer (heute als PC bekannt) dazu, seine Zentralrechner abzulösen und auf vernetzte Microcomputer umzustellen.


Neben "ERNIE" erblickten in den späten 80ern "DAISY" (s. Abbildung: DAISY - T3200 Laptop der Marke Toshiba) und "LILLY" das Licht der Welt. DAISY - ein Toshiba T3200 - war zwar ein "Schlepp-Top", aber sie war die erste Möglichkeit, einen rechnerunterstützten Außendienst aufzuziehen. Mit LILLY - einem T2000 - war die Mobilität dann schon erheblich verbessert. Von diesen Geräten waren manche, wie wir mit Freude feststellen konnten, auch über die Jahrtausendwende ungestört von der sogenannten Milleniumsphobie im Einsatz.


Seit 1991 konnten die hessischen Sparkassen dank einer Rechnerkoppelung über das IBM Protokoll 3270 zwischen der damaligen RHSO und dem WRZ über Ihr Verbandsrechenzentrum von jedem Terminal aus die Beratungssoftware des Weseler Rechenzentrums nutzen. Andere Sparkassenrechenzentren kamen in den folgenden Jahren dazu, so daß die Verbreitung des WRZ über diese - "3270online" genannte Lösung - bis an jeden Beraterplatz der Sparkassen vordringen konnte.


Den Wünschen der Anwender folgend, und weil mittlerweile leistungsfähige PC in den Instituten in ausreichender Zahl vorhanden waren, wurde 1992 aus dem nunmehr umfangreichen Softwarepool ein von Sonderprogrammen bereinigtes anwenderfreundliches PC-Programm abgeleitet und unter dem Namen "PeCefix" vertrieben. Damit war der Schritt in die damals propagierte Zukunft der Client-Server Technologie vollzogen.

Mit "Formatix" trugen wir parallel dem Wunsch unserer Sparkassen nach der Abschaffung der Schreibmaschine in der Sachbearbeitung Rechnung. Ein zeitsparendes, ablauforientiertes Formularbearbeitungsprogramm entstand. Der Idee der "vordrucklosen Sparkasse" folgte entsprechend die Einbindung von Verlagsvordrucken in Form von PostScript- und PDF-Dateien.


Seit der Inbetriebnahme 1991 war die Lösung "3270online" so stark frequentiert, daß im WRZ eine spezielle Monitorwand für die Überwachung und den Benutzerservice entstand. (s. Abbildung: Die sogennante "Online-Wand" in voller Pracht. Hier die 1993er Version.)

Auf dieser "Online-Wand" konnten wir unseren Kunden einen besonderen Service bieten. Auf speziellen Monitoren konnte der Bildschirminhalt des Anwenders gespiegelt werden, so daß eine direkte Anwenderunterstützung möglich wurde. Wir konnten unseren Kunden sprichwörtlich über die Schulter schauen und am Telefon Hilfestrellungen geben.